Elektronische Navigation

Elektronische Navigation

Elektronische Seekarten haben in den vergangenen Jahren auf fast allen Yachten Einzug gehalten. Seien es Kartenplotter, PCs oder auch die kleinen „PDAs“, Karten unterschiedlichster Qualität können auf diesen Geräten installiert werden.

Alle Hersteller elektronischer Seekarten und auch wir, als einer der führenden Seekartenhändler in Deutschland, verweisen auf die Notwendigkeit, auch die entsprechenden Papierseekarten an Bord zu haben. Man sollte das nicht als Versuch abtun, Haftungsansprüche zu umgehen. Auch der denkbare Ausfall des Bordnetzes ist nur einer der Gründe. Zu bedenken ist insbesondere, dass auf Yachten nur vergleichsweise kleine Monitore möglich sind und diese Bildschirme nur einen kleinen Ausschnitt der Seekarten zeigen können. Verkleinert man das Bild, um ein größeres Gebiet zu übersehen, lassen sich Tiefenangaben und Schriften schnell nicht mehr lesen, Symbole nicht mehr deuten. Dieses Sicherheitsrisiko lässt sich nur durch die ständige Referenz mit der normalen Papierseekarte ausschalten.

Zur Unterstützung der Bordelektronik und der Törnplanung und -überwachung gibt es heute mehrere Typen elektronischer Seekarten.

Zunächst sind da einmal die Module wie die von C-MAP, GARMIN und NAVIONICS. Sie enthalten Seekartendarstellungen für Plotter, die man am Navigationstisch oder auch im geschützen Cockpit fest installiert und mit dem GPS-Gerät verbindet.

Wesentlich komplexer ist das Angebot bei elektronischen Seekarten für PCs oder Notebooks. Hier gibt es eine ganze Anzahl von Systemen auf CD-ROM, weiteren Datenträgern und zum Download.

Wir geben hier generelle Informationen, um Ihnen bei der Auswahl eines für Sie vorteilhaften Gerätes oder Kartensystems zu helfen.

Unsere Kataloge sowie unsere Homepage enthalten dann die Kartengrenzen und weitere wichtige Informationen über Module und elektronische Seekarten.

Bei den elektronischen Seekarten gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Typen:

 

Rasterkarten

ARCSRasterkarten sind - vereinfacht gesagt - gescannte Papierseekarten und bieten somit ein Kartenbild, das genau dem der originalen Papierseekarte entspricht. „Zoomen“ ist nur begrenzt möglich, weil Schriften und Symbole ebenfalls ihre Größe ändern und zunehmend unleserlich werden.

Rasterkarten enthalten keine Informationen, die über die des Papier-Kartenbildes hinausgehen.

 

Vektorkarten

C-MAP NThingegen werden auf der Informationsbasis der Papierkarten digitalisiert, indem man die Küsten- und Tiefenlinien, die Tiefenangaben, Gefahrenstellen, Fahrwasserbezeichnungen, Navigationshilfen usw. als Datensätze den entsprechenden geografischen Positionen auf der Karte zuordnet. Diese Datensätze kann man auf verschiedenen Ebenen (Layer) abspeichern, so dass man bei der Benutzung gegebenenfalls nicht benötigte Informationen ausblenden kann. „Zoomen“ ist hier stufenlos möglich.