Navionics Boating App und Plotterkarte: Was wofür gedacht ist
Ratgeber Yachtelektronik & Bootselektrik
Zwei Navionics-Produkte, zwei Abonnements – und zwei verschiedene Aufgaben
Die Navionics Boating App auf dem Telefon und die Navionics-Speicherkarte im Plotter tragen denselben Namen und zeigen verwandte Karten. Gekauft, bezahlt und verlängert werden sie getrennt – und sie sind für unterschiedliche Aufgaben gebaut.
Kaum eine Frage kommt in der Beratung so oft wie diese: „Ich habe die App – brauche ich dann noch eine Karte für den Plotter?“ Die kurze Antwort lautet ja, wenn Sie auf dem Plotter navigieren wollen. Die längere Antwort ist der eigentliche Gewinn, denn sie erklärt, warum sich in der Praxis häufig beide Systeme ergänzen.
Die Plotterkarte ist dabei ein greifbarer Gegenstand: eine Speicherkarte, die in den Kartenschacht des Plotters eingesetzt wird. Die App dagegen ist reine Software auf einem Gerät, das Sie ohnehin dabeihaben.
Dieser Beitrag geht den Weg in der Reihenfolge, in der er im Bordalltag vorkommt: Was die App leistet, was nach der Testphase passiert, wie die Törnplanung an Land in die Anzeige an Bord übergeht, was Plotter Sync voraussetzt – und woran Sie vor dem Kauf einer Plotterkarte denken sollten. Wenn Sie direkt wissen möchten, welche Kombination zu Ihrem Bordbetrieb passt, springen Sie zu Welche Kombination passt zu welchem Bordbetrieb?.
Kurz gefasst
Was Sie unterscheiden sollten
- Die App – läuft auf Telefon und Tablet, ist stark in der Planung und wird über ein eigenes Abonnement freigeschaltet
- Die Plotterkarte – eine Speicherkarte für den Plotter, mit eigenem Aktualisierungszeitraum
- Plotter Sync – die Verbindung zwischen beiden, mit unterschiedlichen Voraussetzungen je nach Funktion
- Die Kompatibilität – hängt am konkreten Plottermodell, nicht nur am Hersteller
Was die Boating App leistet
Die App heißt vollständig Navionics® Boating und wird von Garmin herausgegeben. Sie ist keine abgespeckte Vorschau der Plotterkarte, sondern ein eigenständiges Planungs- und Navigationswerkzeug mit einem Funktionsumfang, der auf einem Telefon zunächst überrascht.
Der Hersteller nennt für die Kartendarstellung nautische Seekarten mit mehreren Overlays: SonarChart™ HD als hochaufgelöste Tiefendarstellung, Relief-Shading, Satellitenbilder, einen Nachtmodus und Flachwasserwarnungen. Für die USA, Kanada, Mexiko und die Karibik bis Brasilien kommen amtliche Karten der NOAA dazu – für europäische Reviere spielt dieser Punkt keine Rolle, er steht aber prominent in jeder Produktbeschreibung und sorgt regelmäßig für falsche Erwartungen.
Für die Planung steht Auto Guidance+™ zur Verfügung. Die Funktion erstellt anhand der Kartendaten und erfasster Hindernisse einen Routenvorschlag. Dieser dient ausschließlich der Planung und ersetzt weder die Prüfung der Route noch die sichere Navigation. Dazu kommen Angaben zu Ankunftszeit, Entfernung, Kurs und Verbrauch sowie Wetter, Gezeiten, Strömungen und Windvorhersage.
Ergänzt wird das durch Marker, Trackaufzeichnung und den Austausch über GPX-Dateien in beide Richtungen. Auf der Gemeinschaftsseite stehen Community Edits und die ActiveCaptain®-Community, über die Bootfahrer örtliche Informationen zu Marinas, Werften und Ankerplätzen beisteuern. Live-Standort, Tracks, Routen und Marker lassen sich mit anderen teilen. An externe Geräte bindet die App über Plotter Sync, über SonarChart Live mit kompatiblem Echolot und über einen WLAN-Empfänger auch an AIS an.
Quelle: Herstellerangaben von Garmin/Navionics zur App „Navionics® Boating“, Stand September 2026.
Die Testphase – und was danach kommt
Die App bietet zunächst eine kostenlose Testphase. Diese beträgt aktuell sieben Tage; in schwedischen und dänischen Gewässern ist sie auf drei Tage begrenzt. Nach Ablauf geht die Testphase automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement über, wenn sie nicht rechtzeitig beendet wird. Die genauen Bedingungen sollten deshalb vor Beginn der Testphase geprüft werden.
Gerade für Törns in der Ostsee ist diese Ausnahme relevant: Die von Garmin genannten Regionen Ostsee sowie Südskandinavien & Norddeutschland umfassen schwedische beziehungsweise dänische Gewässer und fallen damit unter die verkürzte Testphase. Betroffen sind daneben Grönland & Island sowie Norwegen.
Wer eine automatische Belastung vermeiden möchte, muss die Testphase laut Garmin mindestens 24 Stunden vor ihrem Ende kündigen.
Danach gilt ein Jahresabonnement mit automatischer Verlängerung, um die Karten und die erweiterten Funktionen weiter zu nutzen. Die Verlängerung lässt sich jederzeit abschalten. Das ist der Punkt, an dem sich die App von einer klassischen Kartenanschaffung unterscheidet: Wer im März plant, im Juni fährt und im Oktober die Fotos sortiert, hat ein anderes Nutzungsprofil als jemand, der von April bis Oktober jedes Wochenende unterwegs ist.
Tipp aus der Praxis
Setzen Sie sich die Erinnerung nicht auf das Ende der Testphase, sondern auf den Tag davor – gekündigt werden muss mindestens 24 Stunden vorher. Bei einer dreitägigen Testphase sollte die Entscheidung über eine Kündigung deshalb bereits innerhalb der ersten beiden Tage fallen. Und prüfen Sie vor dem Saisonende, ob die automatische Verlängerung weiterlaufen soll: Wer die App nur zur Törnplanung nutzt, braucht sie in den Wintermonaten oft am dringendsten – und wer ausschließlich auf dem Plotter navigiert, unter Umständen gar nicht.
Planen an Land, fahren an Bord
Der praktische Nutzen der App entsteht dort, wo der Plotter unpraktisch ist: am Küchentisch im Februar, im Zug, im Hafenbüro. Ein Telefon ist immer dabei, ein Plotter nicht – und Routenplanung ist Kopfarbeit, die selten am Steuerstand stattfindet.
Umgekehrt ist der Plotter das Gerät, das an Bord zählt: fest montiert, dauerhaft mit Strom versorgt, bei Sonne ablesbar, mit einer Anzeige, die man auch mit nassen Händen und im Seegang bedienen kann. Die sinnvolle Arbeitsteilung folgt daraus fast von selbst.
Der eigentliche Gewinn liegt nicht in der Technik, sondern darin, dass die Vorbereitung nicht mehr am Steuerstand stattfinden muss – und dass die Route an Bord bereits vorliegt, statt bei ablandigem Wind in der Hafeneinfahrt zusammengeklickt zu werden.
Plotter Sync: Was er kann und was er voraussetzt
Plotter Sync verbindet die Navionics Boating App drahtlos mit kompatiblen Kartenplottern. Welche Funktionen zur Verfügung stehen, hängt vom Plotter ab. Für die Übertragung von Routen und Markierungen gelten dabei andere Voraussetzungen als für Kartenupdates: Für Kartenaktualisierungen über Plotter Sync sind aktive Navionics-Abonnements mit sich überschneidender Gebietsabdeckung in App und Plotterkarte erforderlich.
Diese Unterscheidung wird leicht übersehen. Für Kartenupdates genügt es nicht, dass beide Abonnements aktiv sind – die abgedeckten Gebiete müssen sich außerdem überschneiden. Wer die App für die Ostsee abonniert hat und im Plotter eine Karte für ein anderes Revier führt, kann dieses andere Gebiet deshalb nicht über die App aktualisieren.
Für den Austausch von Routen und Markierungen in beide Richtungen gilt diese Einschränkung nicht – dafür ist kein aktives Abonnement der Plotterkarte erforderlich. Das ist der praktisch wichtigere Weg, denn genau dafür wird Plotter Sync im Bordalltag meist gebraucht.
Und die App kann mehr: Bei unterstützten Plotter- und Kartenkombinationen dient sie außerdem zur Kartenpflege – über Plotter Sync lassen sich unter anderem Karteninhalte aktualisieren sowie das Abonnement der Navionics-Karte aktivieren oder verlängern. Das ist praktisch relevant, weil die Karte für das enthaltene einjährige Update-Abonnement registriert beziehungsweise aktiviert werden muss. Über Plotter Sync kann ein Teil dieser Kartenpflege über das Mobilgerät erfolgen.
Dazu kommt SonarChart Live: Dafür ist laut Garmin kein aktives Abonnement erforderlich. Mit kompatiblen Sonardaten können dabei während der Fahrt eigene bathymetrische Karten erzeugt und auf dem Mobilgerät gespeichert werden.
Quelle: Herstellerangaben von Garmin/Navionics zu Plotter Sync und SonarChart Live, Stand September 2026.
Ob Ihr Plotter Plotter Sync unterstützt, ist eine Frage des konkreten Geräts und seines Softwarestands. Diese Angabe steht in der Bedienungsanleitung Ihres Plotters; wir sehen sie Ihrem Gerät von hier aus nicht an.
Wo das Telefon an Bord an seine Grenzen kommt
Die App kann viel, und genau deshalb lohnt es sich, den Unterschied zum fest eingebauten Gerät nüchtern zu benennen. Für die Entscheidung App oder Plotter sind weniger die gemeinsamen Navionics-Karteninhalte als die Bedingungen an Bord entscheidend.
- Stromversorgung. Ein Telefon mit dauerhaft aktivem Display und GPS-Empfang entlädt sich schnell. Der Plotter hängt am Bordnetz und läuft, solange die Batterie trägt.
- Ablesbarkeit. Marine-Displays sind für direkte Sonneneinstrahlung ausgelegt. Ein Telefondisplay ist es in der Regel nicht – und ausgerechnet an klaren Tagen mit guter Sicht ist die Blendung am stärksten.
- Wasser und Halterung. Ein Gerät, das nicht fest montiert ist, muss irgendwo liegen. Im Seegang ist das selten dort, wo man es sucht.
- Einbindung in die Bordelektronik. Einzelne Verbindungen kann die App herstellen – AIS-Daten etwa über einen kompatiblen WLAN-Empfänger. Gegenüber einem fest vernetzten Plotter bleibt die Einbindung von Instrumenten, Echolot, AIS und Autopilot aber eingeschränkt. Wer eine Route in die vernetzte Bordnavigation oder an einen kompatiblen Autopiloten übergeben möchte, arbeitet in der Regel über den Plotter.
- Ausfallsicherheit. Zwei getrennt nutzbare Navigationssysteme sind an Bord wertvoller als die Abhängigkeit von nur einem Gerät.
Der letzte Punkt dreht die übliche Frage um. Sie lautet nicht „App oder Plotter?“, sondern: Welches der beiden Systeme trägt den Törn, und welches hilft dabei?
Die Plotterkarte: Was vor dem Kauf zu klären ist
Die Speicherkarte für den Plotter ist die zweite Hälfte. Vier Punkte entscheiden über die richtige Wahl, und sie gehören in dieser Reihenfolge geklärt.
Zuerst der Plotter. Ob eine Navionics-Karte passt, hängt vom Hersteller und vor allem vom konkreten Modell samt Softwarestand ab. Ein besonders häufiger Fall verdient eine eigene Zeile: Navionics+ und Platinum+ Speicherkarten sind nicht für Garmin-Kartenplotter vorgesehen. Für kompatible Garmin-Geräte gibt es mit Garmin Navionics+ und Garmin Navionics Vision+ eigene Kartenserien. Beide Serien führen wir unter Garmin Plotterkarten. Prüfen Sie vor dem Kauf trotzdem die Kompatibilität mit Ihrem Gerät und die Gebietsabdeckung des konkreten Kartensatzes.
Dann die Serie. Navionics+ liefert die detaillierten nautischen Karten samt Bathymetrie. Platinum+ enthält diese Funktionen und ergänzt sie um Premium-Inhalte wie hochauflösendes Relief Shading, Satelliten- und Luftbilder sowie 3D-Ansichten – was davon tatsächlich angezeigt wird, hängt wiederum vom Plotter ab.
Dann das Revier und die Größe. Regular- und Large-Kartensätze unterscheiden sich in der Abdeckung: Large umfasst größere Regionen, Regular grenzt das Fahrtgebiet enger ein. Die Zuschnitte folgen dabei nicht den Ländergrenzen und auch nicht der Alltagsvorstellung vom Revier – ein Blick auf die Gebietsangabe des konkreten Kartensatzes ist deshalb unerlässlich. Die folgenden Angaben stammen aus den Produktbeschreibungen der jeweiligen Karte:
Quelle: Produktbeschreibungen der genannten Navionics-Kartensätze, abgerufen am 02.09.2026. Gebietszuschnitte können sich ändern – vor dem Kauf die Angabe am konkreten Artikel prüfen.
Und schließlich der Aktualisierungszeitraum. Bei aktuellen Navionics+ und Platinum+ Karten ist beim Kauf ein einjähriges Abonnement für Kartenupdates enthalten. Die in dieser Zeit geladenen Inhalte bleiben anschließend auf der Karte; für weitere Aktualisierungen ist danach wieder ein aktives Abonnement nötig. Dieses Abonnement ist nicht dasselbe wie das der App – und genau hier entsteht die häufigste Verwechslung.
Welche Kombination passt zu welchem Bordbetrieb?
Die Bausteine stehen oben – hier sind sie zusammengesetzt. Suchen Sie den Fall, der Ihrem Bordbetrieb am nächsten kommt.
- Kein Plotter an Bord, Tagestörns in vertrautem Revier: App allein. Wer ohne festen Plotter fährt, bekommt mit der App ein vollwertiges Planungswerkzeug und eine brauchbare Anzeige. Eine wetterfeste Halterung und eine gesicherte Stromversorgung gehören dann allerdings dazu, und eine Papierseekarte als unabhängige Rückfallebene ist bei jedem Törn außerhalb des Sichtbereichs sinnvoll.
- Plotter vorhanden, Törnplanung findet zu Hause statt: Beides, mit Plotter Sync. Der häufigste Fall auf Fahrtenyachten. Die Route entsteht in Ruhe an Land, geht per Sync an Bord, gefahren wird auf dem Plotter. Vorausgesetzt ist ein Plotter, der die Funktion unterstützt; für Routen und Markierungen genügt das. Wer zusätzlich die Karte über die App aktualisieren will, braucht aktive Abonnements mit sich überschneidender Gebietsabdeckung.
- Plotter vorhanden, Planung geschieht am Steuerstand: Plotterkarte allein. Wer ohnehin alles auf dem Plotter macht, braucht kein zweites Abonnement. Das ist kein Verzicht, sondern eine bewusste Entscheidung gegen eine laufende Kostenposition.
- Garmin-Plotter an Bord: Eigene Kartenserie prüfen. Navionics+ und Platinum+ Speicherkarten sind für diese Geräte nicht vorgesehen; die App bleibt davon unberührt und lässt sich unabhängig nutzen.
- Wechselnde Reviere, Charter oder mehrere Boote: App als Konstante. Die App wandert mit, die Speicherkarte bleibt im Gerät. Wer jedes Jahr in einem anderen Revier chartert, plant mit der App und verlässt sich an Bord auf das, was das Charterboot mitbringt.
Für alle Fälle gilt dieselbe Bedingung: Zuerst wird die Kompatibilität geklärt, dann gekauft. Das gilt für die Speicherkarte gegenüber dem Plotter und für Plotter Sync gegenüber beiden.
In der richtigen Reihenfolge einsteigen
Wer neu anfängt, macht sich die Sache leichter, wenn er nicht mit dem Kauf beginnt. Nutzen Sie zuerst die Testphase der App und sehen Sie sich das Revier an, das Sie fahren wollen – das beantwortet die Frage nach dem passenden Kartenzuschnitt oft von allein. Denken Sie dabei an die verkürzte Frist in dänischen und schwedischen Gewässern.
Erst danach kommt der Plotter an die Reihe: Modell und Softwarestand feststellen, Kompatibilität klären, Kartenserie und Abdeckung wählen. Wer diese Reihenfolge einhält, kauft am Ende eine Karte, die passt – und weiß vorher, ob sich das App-Abonnement für sein Nutzungsprofil lohnt.
Unser Tipp
Notieren Sie sich Plottermodell und Softwarestand, bevor Sie eine Karte aussuchen – beides steht im Geräteinfo-Menü. Mit diesen beiden Angaben ist die Kompatibilitätsfrage in einer Minute geklärt, ohne sie sind es mehrere Rückfragen.
Fazit
Die Navionics Boating App und die Navionics-Speicherkarte für den Plotter sind zwei Produkte mit zwei getrennten Abonnements und zwei verschiedenen Aufgaben: Die App ist stark in der Vorbereitung und mobilen Nutzung, während der fest installierte Plotter seine Vorteile vor allem während der Fahrt ausspielt. Verbunden werden beide über Plotter Sync, dessen Voraussetzungen sich nach der Funktion richten: Routen und Markierungen wandern schon bei einem kompatiblen Gerät hin und her, Kartenaktualisierungen brauchen zusätzlich aktive Abonnements mit sich überschneidender Gebietsabdeckung. Welche Karte infrage kommt, entscheidet zuerst der Plotter – also Modell und Softwarestand, nicht nur der Hersteller. Danach folgen Serie, Revier und Abdeckungsgröße, wobei die Gebietszuschnitte nicht immer der Alltagsvorstellung vom Revier entsprechen. Wer diese Reihenfolge einhält und vorher klärt, wie oft er die App tatsächlich braucht, zahlt für das, was er nutzt.
Häufige Fragen
Ersetzt die Navionics Boating App die Karte im Plotter?+
Nein. Es sind getrennte Produkte mit getrennten Abonnements. Die App läuft auf Telefon und Tablet und ist besonders für Törnplanung und mobile Nutzung gedacht; die Speicherkarte schaltet die Kartendarstellung auf dem Plotter frei. Wer auf dem Plotter navigieren will, braucht die passende Karte – unabhängig davon, ob die App genutzt wird.
Wie lange kann ich die App kostenlos testen?+
Die Testphase beträgt aktuell sieben Tage; in schwedischen und dänischen Gewässern ist sie auf drei Tage begrenzt. Nach Ablauf geht sie automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement über, wenn sie nicht rechtzeitig beendet wird. Prüfen Sie die genauen Bedingungen deshalb vor Beginn der Testphase. Für das Abonnement der Plotterkarte gelten eigene Bedingungen – die beiden sind nicht miteinander gekoppelt.
Was braucht Plotter Sync?+
Zunächst einen kompatiblen Kartenplotter – welche Funktionen zur Verfügung stehen, hängt vom Gerät ab. Danach unterscheiden sich die Voraussetzungen je nach Funktion: Für die Übertragung von Routen und Markierungen ist kein aktives Abonnement der Plotterkarte erforderlich. Für Kartenaktualisierungen über Plotter Sync dagegen sind aktive Navionics-Abonnements mit sich überschneidender Gebietsabdeckung in App und Plotterkarte nötig. Ob Ihr Plotter die Funktion unterstützt, steht in seiner Bedienungsanleitung.
Kann ich mit der App geplante Routen auf den Plotter übertragen?+
Bei einem kompatiblen Gerät über Plotter Sync, der Routen und Markierungen in beide Richtungen austauscht – dafür ist kein aktives Abonnement der Plotterkarte erforderlich. Unterstützt der Plotter keinen Plotter Sync, kann je nach Gerät der GPX-Export der App als Alternative dienen. Ob und auf welchem Weg der Plotter GPX-Dateien importieren kann, hängt vom jeweiligen Modell ab.
Kann ich Navionics+ auf einem Garmin-Plotter verwenden?+
Navionics+ und Navionics Platinum+ Speicherkarten sind nicht für Garmin-Kartenplotter vorgesehen. Für kompatible Garmin-Geräte gibt es mit Garmin Navionics+ und Garmin Navionics Vision+ eigene Kartenserien. Die Boating App ist davon nicht betroffen und kann unabhängig vom Plotterhersteller genutzt werden.
Reicht das Telefon als alleiniges Navigationsgerät?+
Das hängt vom Fahrtgebiet und vom Anspruch an die Ausfallsicherheit ab. Gegen das Telefon als einziges System sprechen die begrenzte Akkulaufzeit bei dauerhaft aktivem Display, die Ablesbarkeit bei direkter Sonne, die fehlende feste Montage und die gegenüber einem fest vernetzten Plotter eingeschränkte Einbindung von Instrumenten, Echolot, AIS und Autopilot. Wer ohne festen Plotter fährt, sollte deshalb Stromversorgung und Halterung mitplanen und eine unabhängige Rückfallebene an Bord haben.


