Neues Fahrwasser hinter Schwarztonnensand gebaggert

15. Juli 2021 Hansenautic News

Schwarztonnensand vorher-nachher

In den vergangenen Wochen wurde das Nebenfahrwasser der Elbe hinter Schwarztonnensand ausgebaggert. NV Charts hat die aktuellen Peildaten bereits in den Seekarten umgesetzt und die Rinne verzeichnet.

Vorteile für die Motorbootfahrer und Segler:

  • Getrennt von der Großschifffahrt mehr Sicherheit und Abstand von den Tankern und Frachtern
  • neue, spannende Wege durch die Natur
  • kürzere Strecke gegenüber dem Hauptfahrwasser; ca. 0,5 sm gespart.

Freizeitskipper, die die diesjährige Ausgabe des NV Atlas Elbe an Bord haben, können sich für den Update Service anmelden und erhalten so aktuelle Karten mit dem neuen Fahrwasser in die NV Charts App sowie pdf's mit Korrekturen für die Sportbootkarten.

Hintergrund der Baggerarbeiten

Im Rahmen der Ausbauarbeiten der Elbe ist es aus strombautechnischer und ökologischer Sicht sinnvoll, bestimmte Ausgleichsmaßnahmen durchzuführen. Deswegen soll die Schwarztonnensander Nebenelbe ausgebaggert und mit einer Rinne von dauerhaft -3,0m bezogen auf das Normalhöhennull geführt werden. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung hat das ausführlich in diesem Artikel erklärt: Fahrrinnenanpassung Unter- und Außenelbe

Was ist der Schwarztonnensand?

Der Schwarztonnensand ist eine unter Naturschutz stehende Binneninsel in der Unterelbe. Diese Insel liegt am Südufer der Elbe ungefähr 20 km nörlich von Stade. Sie ist etwa 3.500 Meter lang und etwa 400 Meter breit und war ursprünglich eine Schlickbank, die bis 1968 nur bei Niedrigwasser sichtbar war. Bei der Vertiefung des Elbfahrwassers von 12 auf 13,5 Meter in den Jahren 1968 und 1969 wurde die Insel mit ausgebaggertem Sand aufgespült. Nach der Aufspülung begann man zur Verhinderung von Sandflug die Insel zu begrünen, u. a. durch Anpflanzungen von Laubbäumen.

Am 16. August 1985 wurde der Schwarztonnensand zum Naturschutzgebiet. Im Dezember 2018 ging das Naturschutzgebiet im neu ausgewiesenen Naturschutzgebiet „Elbe und Inseln“ auf.
Bereits seit 1973 wird das Gebiet von März bis Oktober von einem Vogelwart des Vereins Jordsand betreut. Der Sand ist heute Lebensraum und Rastplatz für viele Arten von Wasservögeln.

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