Boot im Winterlager abdecken: Plane, Gestell, Lüftung und Feuchtigkeit
Ratgeber Bootswartung & Bootspflege
Eine Plane schützt, wenn Wasser abläuft und sich darunter nichts staut
Im Freilager hat die Abdeckung zwei Aufgaben, die sich auf den ersten Blick widersprechen: Regen und Schnee sollen draußen bleiben, und darunter darf sich keine Feuchtigkeit stauen. Eine Plane, die straff, aber ohne Gefälle über der Reling liegt, schafft beides nicht. Das Wasser sammelt sich in Mulden, und darunter schlägt sich Kondenswasser nieder.
Dieser Beitrag geht die Abdeckung in der Reihenfolge durch, in der sie im Herbst anfällt: Zuerst klären Sie, was der Lagerplatz verlangt, dann wählen Sie Plane und Größe, bauen ein Gestell für das Gefälle auf und befestigen die Plane so, dass nichts scheuert. Danach geht es um Lüftung und Entfeuchtung, unter der Plane und unter Deck. Der letzte Fachabschnitt sagt, worauf Sie bei den Besuchen im Winter achten sollten.
Die Wahl des Lagerplatzes selbst, also Halle, Freilager oder Wasser, ist Thema eines eigenen Beitrags, ebenso das Ausräumen von Polstern, Elektronik und Lebensmitteln. Wer schon weiß, wo das Boot steht, und nur die passende Abdeckung sucht, springt direkt zum Abschnitt Welche Abdeckung passt zu welchem Lagerplatz?
Kurz gefasst
Die Schritte im Überblick
- Lagerplatz klären: In der Halle reicht meist ein Staubschutz, im Freilager braucht das Boot eine wetterfeste Plane mit Gefälle.
- Plane wählen: Material, Form und Befestigung entscheiden, wie gut sie Wind und Schnee übersteht.
- Größe messen: Gemessen wird nicht die Bootslänge, sondern der Weg über das Gestell, mit Überhang an allen Seiten.
- Gestell aufbauen: Es gibt der Plane eine Firstlinie, damit Wasser zu den Seiten abläuft, und hält sie vom Rumpf fern.
- Scheuern verhindern: Kanten polstern, die Plane elastisch spannen und Leinen nicht über den Rumpf arbeiten lassen.
- Lüftung einplanen: Belüftungsöffnungen in der Plane und offene Lüfter am Boot sorgen für Luftaustausch und vermindern stehende feuchte Luft.
- Bei Bedarf entfeuchten: Bleiben Räume unter Deck feucht, hilft Granulat ohne Strom oder ein elektrischer Entfeuchter, wo der Lagerplatz das zulässt.
Halle, Freilager oder Wasser: Was die Abdeckung leisten muss
Wie viel eine Abdeckung können muss, hängt fast ganz vom Lagerplatz ab. In einer geschlossenen Halle kommt weder Regen noch Schnee auf das Boot. Dort geht es vor allem um Staub, Vogelschmutz und Tropfwasser vom Dach, und eine leichte Plane oder eine vorhandene Persenning reicht in der Regel aus. Wichtiger als die Plane ist in der Halle, dass sie nicht luftdicht abschließt.
Im Freilager trägt die Plane dagegen den ganzen Winter: Regen, Wind, Schnee und auf vielen Plätzen auch Frost. Hier braucht es ein wetterfestes Material, ein Gestell, das der Plane Gefälle gibt, und eine Befestigung, die Böen aufnimmt, ohne die Plane einzureißen. Bleibt das Boot im Wasser, kommen Eis und die Bewegung am Liegeplatz dazu, und die Abdeckung muss so sitzen, dass Leinen und Fender weiterhin zugänglich sind.
Für die folgenden Abschnitte gehen wir vom anspruchsvollsten Fall aus, dem Boot an Land im Freien.
Die Plane: Material, Gewicht und Form
Die Abdeckplanen in unserem Sortiment bestehen aus Kunststoffgewebe, aus Polyethylen oder Polypropylen. Das Flächengewicht in Gramm je Quadratmeter ist dabei eine erste Orientierung: Eine leichte Plane lässt sich einfacher auflegen und kleiner verstauen, schwerere Ausführungen sind häufig robuster. Wie widerstandsfähig eine Plane tatsächlich ist, hängt aber auch von Gewebe, Beschichtung und Randverstärkung ab. Nach unserer Erfahrung aus der Beratung sind leichte Planen gut für kürzere Standzeiten oder als Abdeckung in der Halle; wo im Freilager Sturm und Schnee auf die Plane wirken, ist eine schwerere, gut verstärkte Ausführung die sicherere Wahl.
Mindestens so wichtig wie das Gewicht sind Form und Befestigung. Eine flache Rechteckplane passt auf fast jedes Boot, wirft aber am Bug Falten, in denen sich Wasser und Wind fangen. Eine am Bug vorgeformte Plane legt sich dort dichter an. Bei der Proflex-Abdeckplane, die wir führen, ist die Bugpartie vorgeformt, im verstärkten Rand sind im Abstand von 10 cm Befestigungspunkte markiert, und auf Stahl- oder Messingösen wird verzichtet. Der Hersteller empfiehlt Gummistropps als Befestigung. Die Plane ist transparent, man kann also ohne Öffnen sehen, wie es darunter aussieht.
Eine Plane, die schon mehrere Winter hinter sich hat, gehört vor dem Auflegen geprüft. Mit dem Alter verlieren Kunststoffplanen an Elastizität, werden anfälliger für Risse und halten weniger Zug aus. Wer im Herbst brüchige Stellen, ausgerissene Löcher oder offene Nähte findet, ersetzt die Plane besser jetzt als nach dem ersten Sturm.
Quelle: Herstellerangaben Palby Marine zur Proflex-Abdeckplane 240 g/m², transparent, vorgeformt (Befestigungspunkte im verstärkten Rand, Befestigungsempfehlung)
Die richtige Größe: Gemessen wird der Weg über das Gestell
Der häufigste Fehler beim Kauf einer Abdeckplane ist nach unserer Erfahrung aus der Beratung, sie nach der Bootslänge zu bestellen. Die Plane muss aber nicht die Länge des Rumpfes abdecken, sondern den Weg, den sie tatsächlich nimmt, also über die Firstlinie des Gestells, an beiden Seiten herunter und mit genug Überstand, um sie unter dem Rumpf zu verbinden.
- Länge: Länge über alles, also mit Bugkorb, Heckkorb und Anbauten, plus Überhang vorn und hinten.
- Breite: Messen Sie am aufgebauten Gestell, von der Bordwand der einen Seite über den First bis zur anderen. Ein Maßband oder eine Leine einmal quer über das Gestell legen.
- Überstand: So viel, dass die Plane an den Seiten bis unter die Scheuerleiste reicht und sich dort verzurren lässt.
- Zwischen zwei Größen: Nehmen Sie die größere. Eine Plane mit Überhang lässt sich falten und festlegen; eine zu kleine oder zugeschnittene Plane hat an der Schnittkante keine Verstärkung mehr.
Wer schon eine Plane hat und neu ein Gestell aufbaut, sollte nachmessen: Mit einer höheren Firstlinie wird der Weg über das Boot länger, und eine Plane, die vorher reichte, endet dann womöglich über der Bordwand.
Gestell und Firstlinie: Damit das Wasser abläuft
Ohne Gestell liegt die Plane auf Reling, Aufbau und Baum, und zwischen den Relingsstützen hängt sie durch. In diesen Mulden sammelt sich Regenwasser, im Winter Schnee. Das Gewicht zieht das Gewebe auf Kanten und Beschläge, die Befestigungen reißen aus, und bei Frost arbeitet das Eis in den Nähten. Ein Gestell gibt der Plane eine Firstlinie, von der das Wasser zu beiden Seiten abläuft, und hält sie zugleich vom Rumpf fern.
Ob das Gestell aus Holzlatten, einer Firststange oder einem fertigen System besteht, ist weniger wichtig als drei Eigenschaften: Es muss stabil genug für Wind und Schneelast sein, an tragfähigen Punkten an Deck befestigt werden und überall ein deutliches Gefälle erzeugen. Die Verbindungen sollten fest sitzen, denn ein Gestell, das sich im Sturm bewegt, scheuert sich und die Plane durch.
Ein Beispiel für ein fertiges System ist das NOA-Überhanggestell. Es ist für Segelboote mit Bugkorb, Heckkorb und Reling ausgelegt. Die äußeren Rohre halten die Plane vom Rumpf fern und verbessern dadurch Lüftung und Scheuerschutz. Die mittleren Stützen werden über passende Verbindungselemente an den Relingsstützenfüßen aufgenommen; welche Ausführung passt, hängt vom vorhandenen Beschlag ab. Es setzt also Bug- und Heckkorb voraus; ein Boot ohne Reling braucht eine andere Lösung.
Tipp aus der Praxis
Bauen Sie das Gestell auf, bevor Sie die Plane bestellen, und legen Sie dann ein Maßband von Bordwand zu Bordwand über den First. So kaufen Sie die Plane für das Gestell, das tatsächlich auf dem Boot steht.
Quelle: Herstellerangaben NOA zum Überhang-Decksgestell (Einsatzbereich, Befestigung an den Relingsstützenfüßen, Abstand zum Rumpf)
Befestigen, ohne dass etwas scheuert
Eine Plane wird im Winter von jeder Böe bewegt. Starr gespannt, reißt sie an den Befestigungspunkten; zu lose, schlägt sie und scheuert am Rumpf. Nach unserer Erfahrung bewährt sich eine elastische Befestigung, die den Zug abfedert: Gummistropps an den Befestigungspunkten oder Ösen, verbunden mit Leinen oder Gurten, die unter dem Rumpf hindurch laufen. So verteilt sich die Last auf die ganze Kante und nicht auf wenige Punkte.
- Kanten polstern: Polstern Sie scharfe Ecken an Boot und Gestell ab, damit die Plane nicht aufreibt.
- Keine Metallteile an der Plane: Spitze Beschläge, Splinte oder Schäkel, die unter Zug an der Plane anliegen, reißen sie mit der Zeit auf.
- Leinen nicht über den Rumpf arbeiten lassen: Verschnürung und Ösen dürfen bei Wind nicht an der Außenhaut reiben. Wo eine Leine anliegt, polstern.
- Gewichte ruhig halten: Wird die Plane mit Gewichten gesichert, dürfen diese bei Wind nicht schwingen, sonst reißen sie die Plane ab oder schlagen gegen Nachbarboote.
- Nachbarn mitdenken: Fender oder Schaumstoffrollen an der Bordwand schützen das eigene und das Nachbarboot, falls sich die Plane doch löst.
- Zugang einplanen: Befestigen Sie eine Stelle so, dass Sie sie für Kontrollen und Arbeiten öffnen und wieder schließen können.
Wie viele Gummistropps Sie brauchen, ergibt sich aus der Zahl der Befestigungspunkte rundherum. Zählen Sie sie an der aufgelegten Plane, bevor Sie bestellen. Gummistropps für Persenninge führen wir als 5er- und als 20er-Set.
Lüftung: Warum eine dichte Plane Feuchtigkeit einsperrt
Unter einer Plane, die überall dicht aufliegt, steht die Luft. Tagsüber erwärmt sie sich, nachts kühlt die Plane ab, und an ihrer Innenseite und an kalten Flächen des Bootes schlägt sich Kondenswasser nieder. Über Wochen begünstigt das Stockflecken und Schimmel, an Deck und unter Deck. Die Abdeckung muss deshalb nicht nur Regen abhalten, sondern auch einen kontrollierten Luftaustausch ermöglichen – etwa über geeignete Lüftungsöffnungen. Wird das Boot dagegen bewusst weitgehend dicht gehalten, muss die Feuchtigkeit gezielt entzogen werden.
Die einfachste Lösung sind Belüftungsöffnungen in der Plane selbst. Ein Persenninglüfter wird in die Plane eingenäht oder aufgenäht und schafft einen dauerhaften Luftweg, ohne dass die Plane an dieser Stelle offen bleiben muss. Zwei Punkte sind dabei wichtig: Der Lüfter gehört an eine Stelle, die bei Regen nicht im direkten Wasserlauf liegt. Und für einen wirksamen Luftaustausch sind in der Regel Öffnungen an unterschiedlichen Stellen sinnvoll, etwa vorn und achtern, damit Luft ein- und ausströmen kann. Zu große Öffnungen sind wiederum ungünstig, weil der Wind sonst unter die Plane greift und sie anhebt.
Ebenso wichtig ist die Lüftung des Bootes selbst. Wer das Boot nicht gezielt dicht hält und entfeuchtet, sollte Luken und Lüfter nicht vollständig verschließen, sonst steht die Luft unter Deck. Verschließbare Lüfter lassen sich im Winterlager auf einen kleinen Luftstrom stellen; Solarlüfter bewegen die Luft auch ohne Landstrom. Eine Auswahl finden Sie bei den Lüftern und Luftentfeuchtern.
Feuchtigkeit unter Deck: Granulat oder elektrischer Entfeuchter
Lüftung sorgt für Luftaustausch und kann Feuchtigkeit nach außen transportieren. Ob die Feuchte im Boot dadurch tatsächlich sinkt, hängt jedoch von Temperatur und Feuchte der Außenluft ab: Bei mildem, feuchtem Wetter kann mit der Außenluft auch neue Feuchtigkeit hereinkommen. In der Praxis gibt es deshalb zwei Wege, die beide verwendet werden: Entweder wird das Boot gut durchlüftet, oder es wird möglichst dicht gehalten und gezielt entfeuchtet. In schlecht belüfteten Bereichen wie Staufächern, Bilge oder unter Kojen kann zusätzlich ein Entfeuchter sinnvoll sein. Welcher passt, entscheidet vor allem eine Frage: Gibt es am Lagerplatz Strom, und darf er dafür genutzt werden?
Ein Granulat-Entfeuchter wirkt dort am besten, wo sich Feuchtigkeit tatsächlich sammelt, also in schlecht belüfteten Ecken, in Staufächern und unter Kojen. Mitten im Salon, wo ohnehin am meisten Luft zirkuliert, bringt er weniger. Auf größeren Booten mit mehreren getrennten Räumen ist es sinnvoll, mehrere Behälter zu verteilen. Wie lange eine Füllung reicht, hängt von Raumgröße und Luftfeuchte ab; der Behälter verrät es bei den Besuchen im Winter.
Ein elektrischer Entfeuchter kommt infrage, wenn am Lagerplatz ein dafür geeigneter 230-V-Anschluss vorhanden ist und Betreiber beziehungsweise Hafenordnung den unbeaufsichtigten Betrieb zulassen. Dann gehört der Betriebstemperaturbereich in den Blick: In einem unbeheizten Lager kann es kälter werden, als das Gerät verträgt. Achten Sie außerdem darauf, dass der Tank sich bei vollem Behälter selbst abschaltet oder das Wasser ablaufen kann, und dass das Kabel sicher und ohne Stolperstelle zum Boot geführt ist.
Am wenigsten Feuchtigkeit entsteht, wenn sie gar nicht erst an Bord bleibt. Polster, Segel, Kleidung und Papier nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie wieder ab; was sich mitnehmen lässt, lagert über den Winter besser trocken an Land.
Im Winter nachsehen: Was bei jedem Besuch dran ist
Eine Abdeckung, die im Oktober gut sitzt, kann im Januar schon nachgeben. Gerade im Freilager oder am Liegeplatz im Wasser lohnt es sich, das Boot regelmäßig zu besuchen, besonders nach Sturm und nach Schneefall. Diese Punkte gehören bei jedem Besuch dazu:
- Plane und Gestell: Sitzt alles fest, hat sich eine Befestigung gelöst, ist ein Stropp gerissen oder ausgeleiert?
- Schnee und Wasser: Größere Schneeauflagen rechtzeitig entfernen und stehendes Wasser beseitigen. Festgefrorenes Eis nicht mit scharfem oder hartem Werkzeug von der Plane lösen. Mulden mit stehendem Wasser deuten auf zu wenig Gefälle hin.
- Scheuerstellen: Sehen Sie dort nach, wo Plane, Leinen oder Gestell am Rumpf anliegen.
- Feuchtigkeit: Kondenswasser an der Innenseite der Plane, feuchte Polster, Geruch unter Deck. Granulatbehälter leeren und nachfüllen, Tank des Entfeuchters prüfen.
- Lüftung: Sind die Lüftungsöffnungen frei, oder hat Schnee sie zugesetzt?
Welche Abdeckung passt zu welchem Lagerplatz?
Alle Bausteine stehen oben, hier sind sie für die häufigsten Fälle zusammengesetzt. Maßgeblich ist jeweils, wie viel Wetter auf das Boot wirkt und ob am Lagerplatz Strom da ist.
- Halle, beheizt oder unbeheizt: Leichte Plane oder Persenning. Sie hält Staub und Tropfwasser ab. Nicht luftdicht abschließen, Lüfter am Boot offen lassen.
- Freilager, Segelboot mit Bug- und Heckkorb: Gestell plus schwerere Winterplane. Das Gestell gibt Gefälle und Abstand zum Rumpf, die Plane wird elastisch gespannt und unter dem Rumpf verbunden.
- Freilager, Boot ohne Reling: Bauen Sie eine eigene Firstlinie. Eine Firststange oder Latten über dem Aufbau geben der Plane das Gefälle, das ein Relingsgestell nicht liefern kann. Polstern, wo die Plane aufliegt.
- Freilager ohne Strom: Lüftung, bei Bedarf Granulat. Persenninglüfter an mehreren Stellen und offene Bootslüfter; bleiben einzelne Räume trotzdem feucht, dort Granulatbehälter aufstellen.
- Lagerplatz mit Landstrom: Auf Wunsch ein elektrischer Entfeuchter. Vorher klären, ob der Platz den unbeaufsichtigten Betrieb erlaubt, und den Betriebstemperaturbereich mit den erwarteten Temperaturen vergleichen.
- Im Wasser: Abdeckung so, dass Leinen und Fender zugänglich bleiben. Häufiger nachsehen, besonders nach Sturm und bei Eis.
Für alle Fälle gilt: Die Plane wird für das Gestell gekauft, das auf dem Boot steht, und erst nach dem Messen am aufgebauten Gestell.
Abdeckplanen und Gestelle ansehen
Fazit
Eine gute Winterabdeckung besteht aus drei Teilen, die zusammenarbeiten – einem Gestell, das der Plane Gefälle gibt und sie vom Rumpf fernhält, einer Plane, die zum Lagerplatz und zum Gestell passt, und einer Lüftung, die stehende feuchte Luft vermindert. Fehlt einer davon, kann sich Wasser auf der Plane oder darunter sammeln.
Bleibt es unter Deck trotzdem feucht, kommt ein Entfeuchter dazu, mit Granulat oder, wo der Lagerplatz es zulässt, elektrisch. Und weil der Winter an einer Abdeckung arbeitet, gehört der regelmäßige Besuch am Boot dazu, besonders nach Sturm und Schnee.
Häufige Fragen
Welche Größe muss meine Abdeckplane haben?+
Maßgeblich ist nicht die Bootslänge, sondern der Weg über das aufgebaute Gestell: Länge über alles plus Überhang vorn und hinten, in der Breite von Bordwand zu Bordwand über den First und mit Überstand, um die Plane unter dem Rumpf zu verzurren. Liegen Sie zwischen zwei Größen, nehmen Sie die größere.
Brauche ich unbedingt ein Gestell?+
Im Freilager ist ein Gestell sehr zu empfehlen. Ohne Firstlinie hängt die Plane zwischen den Relingsstützen durch, und in den Mulden sammeln sich Wasser und Schnee. In der Halle kommt man meist ohne aus.
Reicht ein Granulat-Entfeuchter für den ganzen Winter?+
Das hängt von Raumgröße, Luftfeuchte und Lüftung ab. Kontrollieren Sie den Auffangbehälter bei jedem Besuch und füllen Sie nach, wenn das Granulat gesättigt ist. Auf größeren Booten verteilen Sie besser mehrere Behälter auf die geschlossenen Räume.
Ersetzt ein Lüfter den Entfeuchter?+
Nicht zwingend. Gute natürliche oder erzwungene Lüftung kann in vielen Situationen ausreichen. Bleiben einzelne Räume oder Staufächer trotzdem feucht, kann dort zusätzlich ein Entfeuchter sinnvoll sein.



