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Schoten, Polyester und Dyneema

Schoten für Jollen, Fahrtenyachten und Regattaboote

Schoten dienen an Bord eines Segelbootes dazu, die Stellung der Segel zum Wind zu kontrollieren und präzise einzustellen. Durch das Fieren und Dichtholen der Schot wird der Anstellwinkel des Segels verändert – ein entscheidender Faktor für Geschwindigkeit, Kontrolle und Sicherheit unter Segeln. Schoten laufen dabei über Blöcke, Umlenkrollen, Klemmen und Winschen und müssen auch unter hoher Belastung zuverlässig funktionieren.
Bei uns finden Sie hochwertige Schoten aus Polyester und Dyneema - für mehr Informationen zu Schoten lesen Sie gerne unten weiter.

Schoten aus Polyester und Dyneema für präzise Schotführung

Je nach Bootsgröße und Einsatzbereich unterscheiden sich Schoten in Material, Durchmesser und Dehnungseigenschaften. Während Polyester-Schoten durch ihre Robustheit, Griffigkeit und Langlebigkeit überzeugen, bieten Dyneema-Schoten eine besonders hohe Bruchlast bei geringem Gewicht und minimaler Dehnung. Sie eignen sich vor allem für leistungsorientierte Segler sowie für Anwendungen mit hohen Lasten. Wählen Sie die passende Schot nach Bootstyp, Einsatzbereich und gewünschtem Handling.

Polyester oder Dyneema - welche Schot ist die richtige?

Die Materialwahl beeinflusst Handling, Dehnung und Belastbarkeit Ihrer Schot.

Material

Eigenschaften

Typischer Einsatz

Vor- und Nachteile

Polester Abriebfest, griffig, langlebig, preiswert Großschot, Fockschot, Fahrtensegeln Vorteile: Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, scheuerbeständig, liegt weich in der Hand.
Nachteile: Dehnt sich unter hoher Last etwas mehr.
Dyneema Sehr hohe Bruchlast, geringe Dehnung, leicht Regatta und ambitionierte Fahrtensegler, hoch belastete Schoten, Performance-Segeln; Großfall/Spischot Vorteile: Extrem dehnungsarm, sehr reißfest, nimmt kaum Wasser auf.
Nachteile: Teurer in der Anschaffung.

Darauf sollten Sie beim Kauf einer Schot achten

  • Material: Polyester für den vielseitigen Einsatz, Dyneema für höchste Belastungen.
  • Durchmesser: Muss zu Winschen, Klemmen und Umlenkrollen passen.
  • Länge: Abhängig von Bootsgröße und Verwendungszweck.
  • Griffigkeit: Wichtig für angenehmes Handling und sicheren Halt in der Hand.

FAQ - Die häufigsten Fragen zu Schoten

Der passende Durchmesser richtet sich nach Bootsgröße, Segelfläche sowie den verwendeten Winschen und Klemmen. Für die typische Belastung auf Fahrten- und Regattabooten haben sich folgende Durchmesser für Groß- und Genuaschoten etabliert:

Bootslänge (Fuß)

Segelfläche

Empfohlener Durchmesser

Bis 20 Fuß (Jollen / kl. Kielboote) bis ca. 15 m² 6 – 8 mm
20 – 30 Fuß ca. 15 – 25 m² 8 – 10 mm
30 – 40 Fuß ca. 25 – 45 m² 10 – 12 mm
40 – 50 Fuß ab ca. 45 m² 12 – 14 mm
Dyneema ist im modernen Segelsport der absolute Standard, sobald es um Leistung geht. Hier sind die Hauptgründe:

Regattaeinsätze: Auf Regattabahnen zählt jeder Zentimeter Höhe am Wind und jede Sekunde bei der Bootsbeschleunigung. Polyester dehnt sich in Böen. Das Segel öffnet sich (wird bauchiger), das Boot kränkt mehr und verliert Fahrt. Dyneema gibt nicht nach: Die Energie der Böe wird sofort in Vortrieb umgewandelt. Außerdem ist der konstante Trimm ein großer Vorteil: Einmal eingestellt, bleibt das Segelprofil exakt so stehen, wie der Trimmer es möchte – unabhängig davon, ob 10 oder 20 Knoten Wind wehen.
Extreme Gewichtseinsparung (Ausrüstung & Wasseraufnahme): Bei modernen Regattabooten, Jollen (z. B. 49er, Laser/ILCA) oder Katamaranen werden Schoten oft „gestrippt“ oder bestehen komplett aus einer Dyneema-Verflechtung. Das spart massiv Gewicht über den Deckel. Zudem saugt Dyneema sich nicht voll, Dyneema-Fasern sind hydrophob (wasserabweisend). Eine nasse Polyesterschot wird schwer und träge; eine Dyneema-Schot bleibt leicht. Das ist besonders bei Spinnaker- und Gennakerschoten wichtig, damit das Segel bei Leichtwind nicht durch das Eigengewicht der Schot kollabiert.
Reduzierung des Leinendurchmessers: Da Dyneema bei gleichem Durchmesser eine um ein Vielfaches höhere Bruchlast als Polyester hat, kann man deutlich dünnere Schoten wählen und hat dadurch weniger Reibung. Auf großen Booten spart man außerdem deutlich an Platz in den Schotstaschen oder auf den Winschen ein.
Für Fahrtensegler steht bei der Wahl der richtigen Schot (ob Großschot oder Genuaschot) nicht die absolute Gewichtseinsparung oder minimale Dehnung unter Extremhast im Vordergrund, sondern Langlebigkeit, Handhabung (Grip) und Kinkfreiheit.
Für die meisten Fahrtenboote sind Polyester-Schoten deshalb die bewährte Wahl.