Borddurchlässe & Seeventile
Einbau- und Dichtungsmaterial für Durchbrüche
Ob ein Borddurchlass dauerhaft dicht bleibt, entscheidet das Einbau- und Dichtungsmaterial: das richtige Dichtmittel, stabile Backing-Plates und passende Verschraubungen. Hier finden Sie, was Sie für die fachgerechte, seewasserfeste Montage brauchen.
Entscheidungshilfe
Welches Dichtmittel ist das richtige?
Faustregel: Dichtmittel nach Anwendung wählen – nicht jedes ist für Unterwasser geeignet.
- ✓Polyurethan klebt und dichtet dauerhaft – schwer lösbar.
- ✓Polysulfid ist elastisch und für viele Materialien geeignet.
- ✓Silikon nur dort, wo später wieder demontiert wird.
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Einbau- und Dichtungsmaterial für Durchbrüche
Ob ein Borddurchlass dauerhaft dicht bleibt, entscheidet das Einbau- und Dichtungsmaterial: das richtige Dichtmittel, stabile Backing-Plates und passende Verschraubungen. Hier finden Sie, was Sie für die fachgerechte, seewasserfeste Montage brauchen.
Zu den Produkten ↓EntscheidungshilfeWelches Dichtmittel ist das richtige?Faustregel: Dichtmittel nach Anwendung wählen – nicht jedes ist für Unterwasser geeignet.⌄
- ✓Polyurethan klebt und dichtet dauerhaft – schwer lösbar.
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Dichtmittel, Verschraubung und Verstärkung
Für dauerhaft dichte Durchbrüche kommt es auf das passende Dichtmittel an: Polyurethan klebt stark und dichtet dauerhaft, lässt sich aber kaum wieder lösen. Polysulfid bleibt elastisch und ist vielseitig. Silikon eignet sich für Stellen, die später demontierbar bleiben sollen – aber nicht als Klebeverbindung.
Unter der Wasserlinie sorgt eine Backing-Plate (Verstärkungsplatte) für Druckverteilung und Stabilität. Dazu kommen passende Verschraubungen und Dichtungen. So bleibt der Durchbruch belastbar und dicht.
Wichtig: Nicht jedes Dichtmittel eignet sich für Unterwasser oder alle Kunststoffe. Prüfen Sie die Herstellerangabe zu Material und Einsatzbereich.
Dichtmittel im Überblick
| Merkmal | Polyurethan | Polysulfid | Silikon |
|---|---|---|---|
| Klebkraft | sehr hoch | mittel | gering |
| Elastizität | mittel | hoch | hoch |
| Später lösbar | schwer | bedingt | Ja |
| Typischer Einsatz | dauerhafte Verklebung | elastische Dichtung | demontierbare Stellen |
Polyurethan
- Klebkraft: sehr hoch
- Elastizität: mittel
- Später lösbar: schwer
- Typischer Einsatz: dauerhafte Verklebung
Polysulfid
- Klebkraft: mittel
- Elastizität: hoch
- Später lösbar: bedingt
- Typischer Einsatz: elastische Dichtung
Silikon
- Klebkraft: gering
- Elastizität: hoch
- Später lösbar: Ja
- Typischer Einsatz: demontierbare Stellen
Verarbeitung und Bordvorrat
Verarbeitung: Flächen sauber und fettfrei vorbereiten, Dichtmittel gleichmäßig auftragen und die vorgeschriebene Aushärtezeit einhalten. So hält die Verbindung dauerhaft.
Bordvorrat: Ein passendes Dichtmittel, Ersatzdichtungen und Kleinteile gehören an Bord – damit sich eine kleine Undichtigkeit unterwegs beheben lässt.
Aus unserem Ratgeber
Häufige Fragen zu Einbau- und Dichtungsmaterial
Welches Dichtmittel unter Wasser?+
Wann Silikon, wann Polyurethan?+
Wozu eine Backing-Plate?+
Wie lange muss Dichtmittel aushärten?+
Kann ich verschiedene Dichtmittel kombinieren?+
Was ist eine Backing-Plate?+
Fachlich geprüft von
Espen Scheidt
Experte für Decksausrüstung, Rigg & Wasser an Bord · HanseNautic-Redaktion
Espen segelt selbst und prüft die Inhalte rund um Wasser, Technik und Ausrüstung an Bord. Er erklärt praxisnah, worauf es bei Auswahl, Material und Montage ankommt.