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Seenotsender und MOB-Systeme

AIS MOB-Sender

Geht ein Crewmitglied über Bord, ist die Geschwindigkeit der Ortung der kritischste Faktor. AIS MOB-Sender übermitteln ihre GPS-Position direkt über das AIS-Netzwerk. So erhalten Schiffe in der Nähe innerhalb weniger Sekunden die exakte Position.

Kaufberatung

Worauf kommt es beim AIS MOB-Sender an?

Auf die Integration in die Rettungsweste und die automatische Auslösung bei Wasserkontakt.

  • AIS-Empfänger an Bord für die Plotter-Anzeige
  • DSC-fähiges VHF-Funkgerät für den Alarm
  • Passende Halterung für Ihre Rettungsweste

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Die schnellste Ortung für die Rettung über Bord

AIS MOB-Sender (Man Over Board) setzen in der maritimen Sicherheit neue Maßstäbe. Statt das globale Satellitennetzwerk zu nutzen, das mit einer kurzen Verzögerung verbunden sein kann, übermitteln diese Geräte ihre präzisen GPS-Daten direkt über das AIS-Netzwerk. Alle Schiffe in unmittelbarer Nähe mit AIS-Empfänger erhalten so innerhalb weniger Sekunden die exakte Position des Verunfallten.

Auf dem Kartenplotter Ihres eigenen Schiffes erscheint die Position als eindeutiges Symbol, was die Kursaufnahme zur Rettung drastisch vereinfacht und beschleunigt. Das unterscheidet AIS MOB fundamental von EPIRB oder PLB, die primär auf die großräumige Alarmierung ausgerichtet sind.

Tragen, auslösen, alarmieren

Unsere AIS MOB-Sender werden oft direkt in der Rettungsweste getragen und bei der Auslösung automatisch aktiviert. Zusätzlich senden sie das Notsignal über den DSC-Kanal an den VHF-Funk Ihres Schiffes und lösen dort einen akustischen Alarm aus.

Die sicherste Befestigung erfolgt in einer speziellen Tasche der Weste, sodass der Sender beim Aufblasen des Auftriebskörpers und dem Wasserkontakt automatisch aktiviert wird. Alternativ lässt er sich am Gurtzeug oder an der Kleidung tragen. Mit dieser Technologie erreichen Sie höchste Präzision und die geringstmögliche Reaktionszeit im Notfall.

AIS MOB im Vergleich zu EPIRB und PLB

KriteriumAIS MOB-Senderlokal & schnellEPIRB / PLB
AlarmierungSofort, Schiffe in der NäheWeltweit über Satellit
ReichweiteTypisch ca. 4 bis 5 SeemeilenGlobal
RegistrierungNicht erforderlichPflicht (BSH)
SendedauerMindestens 24 StundenMindestens 48 Stunden (EPIRB)

Häufige Fragen zu AIS MOB-Sendern

Wie funktioniert ein AIS MOB-Sender genau?+
Der Sender wird ausgelöst – meist automatisch durch Wasserkontakt – und sendet dann kontinuierlich seine aktuelle GPS-Position über die VHF-Frequenz. Dieses Signal empfängt der AIS-Empfänger Ihres Schiffes ebenso wie alle anderen AIS-fähigen Schiffe in der Nähe. Die Position erscheint als eindeutiges MOB-Symbol auf dem Kartenplotter und ermöglicht eine sofortige, präzise Navigation zum Unglücksort.
Was ist der Vorteil von AIS MOB gegenüber PLB oder EPIRB?+
Der Hauptvorteil liegt in Geschwindigkeit und lokaler Reichweite. AIS MOB-Sender alarmieren Schiffe in der Nähe sofort – entscheidend für die schnelle Rettung durch die eigene Crew oder Begleitschiffe. EPIRB und PLB alarmieren zwar das globale Rettungsnetzwerk über Satellit, benötigen dafür aber eine gewisse Übertragungs- und Alarmierungszeit.
Wie weit reicht das Signal eines AIS MOB-Senders?+
Die Reichweite beträgt unter normalen Bedingungen typischerweise etwa 4 bis 5 Seemeilen, kann aber je nach Antennenhöhe des empfangenden Schiffes und den Seebedingungen variieren. Da das Signal von allen AIS-Empfängern im Umkreis aufgefangen wird, ist es ideal für die Ortung und Bergung im Nahbereich.
Muss mein Boot AIS und DSC haben, um den Sender zu empfangen?+
Für die volle Funktionalität: ja. Für die Anzeige der Position auf dem Plotter benötigen Sie einen AIS-Empfänger (oder Transponder). Für den akustischen Alarm direkt am Funkgerät ist ein DSC-fähiges VHF-Funkgerät notwendig. Moderne AIS MOB-Sender senden beides.
Kann ein AIS MOB-Sender versehentlich ausgelöst werden?+
Hochwertige AIS MOB-Sender verfügen über mehrstufige Sicherheitsmechanismen gegen Fehlauslösungen. Meist muss der Sicherungsclip entfernt, der Aktivierungsschalter betätigt und zusätzlich Wasserkontakt hergestellt werden. Ein versehentliches Auslösen durch einfaches Spritzwasser ist extrem unwahrscheinlich.
Muss ein AIS MOB-Sender registriert werden?+
Nein, im Gegensatz zu EPIRB und PLB muss ein AIS MOB-Sender nicht bei der nationalen Behörde (z. B. BSH) registriert werden. Das Gerät sendet eine einzigartige ID, die auf dem Empfänger als MOB oder SAR angezeigt wird – das ermöglicht eine schnelle und unbürokratische Ortung.
Birger Scheidt

Fachlich geprüft von

Birger Scheidt

Bootsausrüstungs-Experte · Geschäftsführer NV Chart Group

Segler und Ausrüstungs-Fachmann. Bei HanseNautic verantwortet Birger Scheidt die Auswahl bootstauglicher Ausrüstung und teilt Praxiswissen aus Revier und Werft.