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Seenotsender und MOB-Systeme

EPIRB Seenotsender

Der EPIRB Seenotsender (Emergency Position-Indicating Radio Beacon) ist die Grundlage jeder ernsthaften Sicherheitsausrüstung für Fahrten außerhalb der Küstengewässer. Er sendet ein international erkanntes Notsignal – selbst wenn alle anderen Kommunikationsmittel versagen.

Kaufberatung

Automatisch oder manuell auslösend?

Automatische Modelle mit hydrostatischem Auslöser aktivieren sich selbst, wenn das Schiff sinkt.

  • Registrierung beim BSH mit Hex-ID
  • Zulassung und Prüfzeichen vorhanden
  • Batterieverfallsdatum und Prüfintervalle beachten

Marine-Fachhandel aus Norddeutschland

Große Auswahl mit fundiertem Know-how – alles für Ihr Boot aus einer Hand.

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Unser Team hilft bei Auswahl, Anwendung und Kompatibilität weiter.

Schneller Versand

Versand ab eigenem Lager, zügige Lieferung an Bord oder nach Hause.

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Globale Sicherheit für Ihr Schiff

Diese Seenotfunkbake sendet im Seenotfall ein international erkanntes Notsignal aus. Der EPIRB ist die erste und wichtigste Stufe der globalen Alarmierung: Er alarmiert über die kritische 406 MHz Frequenz das weltweit operierende Cospas-Sarsat-Satelliten-System. So wird Ihr Notsignal – kombiniert mit den genauen GPS-Daten Ihrer Position – sekundenschnell an die zuständigen Rettungsleitstellen (MRCC) übermittelt.

Bei uns finden Sie Modelle mit automatischer Auslösung durch einen hydrostatischen Auslöser, der den Sender freigibt und aktiviert, sobald er sich unter einer bestimmten Wassertiefe befindet, sowie Modelle mit manueller Auslösung.

Registrierung, Prüfung und Batterie

Bevor Ihr EPIRB seine lebensrettende Funktion erfüllen kann, ist die korrekte Registrierung bei der national zuständigen Behörde (BSH) unabdingbar. Sie verknüpft die eindeutige Hex-ID des Senders mit den Schiffsdaten und Ihrer Notfallkontaktperson. Die Registrierung muss stets im Flaggenstaat erfolgen, in dem das Schiff registriert ist.

Ebenso wichtig sind die Einhaltung der Prüfintervalle und des Batterieverfallsdatums. Vertrauen Sie auf zugelassene Geräte, die alle notwendigen Zulassungen und Prüfzeichen tragen – für maximale globale Abdeckung und die Gewissheit, dass Ihr Hilferuf gehört wird.

Auslösung: manuell oder automatisch

KriteriumAutomatisch (Hydrostat)meist idealManuell
AuslösungSelbsttätig bei ca. 1,5 bis 4 m WassertiefeEntnahme und Aktivierung durch die Crew
VorteilFunktioniert auch, wenn das Schiff schnell sinktVolle Kontrolle über den Zeitpunkt
Frequenz406 MHz + Homing 121,5 MHz406 MHz + Homing 121,5 MHz

Viele EPIRBs senden zusätzlich ein schwaches Homing-Signal auf 121,5 MHz, das zur finalen Ortung durch Flugzeuge oder Hubschrauber dient.

Häufige Fragen zu EPIRB Seenotsendern

Was genau ist ein EPIRB Seenotsender und wie funktioniert er?+
Ein EPIRB Seenotsender ist ein Notfunkgerät, das im Seenotfall ein codiertes Notsignal auf der 406 MHz Frequenz an das Cospas-Sarsat-Satellitensystem sendet. Nach der Ortung wird das Signal an die Rettungsleitstellen weitergeleitet. Moderne EPIRBs besitzen zudem einen internen GPS-Empfänger, der die genauen GPS-Daten übermittelt und so die Ortungszeit drastisch verkürzt.
Muss ich meinen EPIRB Seenotsender registrieren lassen?+
Ja, die Registrierung ist zwingend erforderlich und lebenswichtig. Sie müssen Ihren EPIRB bei der nationalen Fernmeldeverwaltung (z. B. BSH) auf Ihr Schiff und Ihre Kontaktdaten registrieren. Nur so können die Rettungskräfte Ihre Identität feststellen, unnötige Einsätze vermeiden und wichtige Informationen über das Schiff einholen.
Wie oft muss ich die Batterie meines EPIRB wechseln?+
Die Batterie hat ein festes Ablaufdatum, das in der Regel 5 bis 10 Jahre nach Herstellung liegt. Unabhängig von der tatsächlichen Nutzung muss der Batteriewechsel oder der Austausch des gesamten Gerätes vor Erreichen dieses Datums erfolgen, da die volle Funktionsfähigkeit sonst nicht mehr gewährleistet ist.
Was ist der Unterschied zwischen manueller und automatischer Auslösung?+
Ein EPIRB mit manueller Auslösung muss von der Crew selbst aus der Halterung genommen und aktiviert werden. Die automatische Auslösung durch einen hydrostatischen Auslöser im Gehäuse erfolgt, wenn der Sender in eine Wassertiefe von ca. 1,5 bis 4 Metern sinkt – besonders wichtig, wenn das Schiff schnell sinkt und keine Zeit für die manuelle Aktivierung bleibt.
Was bedeutet die 406 MHz Frequenz?+
Die 406 MHz Frequenz ist die international reservierte Frequenz für Seenotfunkbaken und Teil des Cospas-Sarsat-Systems. Die Übertragung erfolgt digital und ist damit äußerst zuverlässig. Zusätzlich senden viele EPIRBs ein schwaches Homing-Signal auf 121,5 MHz zur finalen Ortung durch Flugzeuge oder Hubschrauber.
Wie lange sendet ein EPIRB im Notfall?+
Ein EPIRB Seenotsender ist so konstruiert, dass er nach der Aktivierung mindestens 48 Stunden lang ununterbrochen sendet. Das gewährleistet, dass die Rettungskräfte auch unter schwierigen Bedingungen ausreichend Zeit für Ortung und Seenotrettung haben.
Birger Scheidt

Fachlich geprüft von

Birger Scheidt

Bootsausrüstungs-Experte · Geschäftsführer NV Chart Group

Segler und Ausrüstungs-Fachmann. Bei HanseNautic verantwortet Birger Scheidt die Auswahl bootstauglicher Ausrüstung und teilt Praxiswissen aus Revier und Werft.