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Seenotsender und MOB-Systeme

Notfunkgeräte mit DSC

Das Notfunkgerät mit DSC (Digital Selective Calling) ist der Standard für sichere Kommunikation und effektive Seenotrettung. Ein Knopfdruck genügt für den digitalen Seenotruf inklusive Ihrer GPS-Position.

Kaufberatung

Fest eingebaut oder als Handfunkgerät?

Festeinbauten bieten mehr Sendeleistung, Handgeräte lassen sich in die Rettungsinsel mitnehmen.

  • Gültige GPS-Position für den DSC-Notruf
  • MMSI-Nummer und Lizenz vorhanden
  • GMDSS-konforme Geräte

Marine-Fachhandel aus Norddeutschland

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Unser Team hilft bei Auswahl, Anwendung und Kompatibilität weiter.

Schneller Versand

Versand ab eigenem Lager, zügige Lieferung an Bord oder nach Hause.

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Digitale Sicherheit und Kommunikation auf See

Das Notfunkgerät mit DSC (Digital Selective Calling) geht weit über den reinen UKW-Funk hinaus: Es ermöglicht einen schnellen, digitalen Seenotruf ohne manuelle Spracheingabe. Statt auf Kanal 16 auf eine Antwort zu warten, drücken Sie im Ernstfall die rote Notruftaste – das Gerät sendet automatisch ein digitales Signal an alle Schiffe in Reichweite sowie an die Küstenfunkstellen.

Dieses Signal enthält die eindeutige MMSI (Maritime Mobile Service Identity) Ihres Schiffes sowie Ihre exakte GPS-Position aus einem integrierten oder externen GPS. So werden wertvolle Minuten gespart und die Rettungskräfte direkt zu Ihrem Standort geleitet.

Fest eingebaut oder als Handfunkgerät

Wir bieten fest eingebaute Modelle für die dauerhafte Navigation und Kommunikation ebenso wie Handfunkgeräte mit DSC-Funktion, die als portable Rettungsausrüstung dienen und auch in der Rettungsinsel eingesetzt werden können. Alle Geräte entsprechen den Anforderungen des GMDSS (Global Maritime Distress and Safety System).

Die korrekte Nutzung der zugelassenen Kanäle und die Einhaltung der Lizenz-Bestimmungen sind essenziell. So sind Sie jederzeit kommunikationsbereit und stellen im Notfall die schnellstmögliche Positionsübermittlung sicher.

Festeinbau und Handfunkgerät im Vergleich

KriteriumFest eingebautmehr LeistungHandfunkgerät
SendeleistungHöher, über die Schiffsantenne positioniertGeringer, dafür portabel
EinsatzDauerhafte Navigation und KommunikationMitnahme in die Rettungsinsel möglich
GPSExtern oder integriert – zwingend erforderlichMeist integriert – zwingend erforderlich

Für einen effektiven DSC-Seenotruf muss das Gerät stets eine gültige GPS-Position haben – ohne Positionsdaten ist der Notruf nur wenig hilfreich.

Häufige Fragen zu Notfunkgeräten mit DSC

Was bedeutet DSC und warum ist es so wichtig?+
DSC (Digital Selective Calling) bedeutet Digitaler Selektivanruf und ermöglicht eine digitale Kommunikation über UKW-Funk. Die Bedeutung liegt in der Sicherheit: Im Seenotfall lässt sich per Knopfdruck ein digitaler Seenotruf inklusive der GPS-Position senden, was die Reaktionszeit der Rettungsdienste drastisch verkürzt.
Brauche ich eine Lizenz für Notfunkgeräte mit DSC?+
Ja. Der Betrieb erfordert sowohl eine Frequenzzuteilungsurkunde für das Schiff als auch ein gültiges Funkbetriebszeugnis für den Bediener – mindestens das SRC (Short Range Certificate). Ohne die entsprechende Lizenz darf das Gerät nicht betrieben werden.
Wie sende ich einen Notruf mit der DSC-Funktion ab?+
Um einen digitalen Seenotruf (Distress Alert) zu senden, halten Sie die rote, oft abgedeckte DSC-Notruftaste für einige Sekunden gedrückt. Das Gerät sendet dann automatisch Ihre MMSI und die aktuelle GPS-Position auf dem DSC-Notrufkanal 70.
Muss mein Funkgerät mit GPS verbunden sein, um DSC zu nutzen?+
Ja, zwingend. Für einen effektiven DSC-Seenotruf muss das Notfunkgerät eine gültige GPS-Position haben. Bei fest eingebauten Geräten erfolgt dies über den Anschluss an ein externes GPS-Gerät oder über einen integrierten GPS-Empfänger. Ohne Positionsdaten ist der Notruf wenig hilfreich.
Was ist die MMSI-Nummer und wie bekomme ich sie?+
Die MMSI-Nummer (Maritime Mobile Service Identity) ist eine neunstellige, weltweit einmalige Identifikationsnummer, die Ihrem Schiff und dem Notfunkgerät zugeordnet wird. Sie erhalten diese Nummer von der nationalen Frequenzzuteilungsbehörde – in Deutschland der Bundesnetzagentur – zusammen mit der Lizenz.
Funktioniert DSC auch auf Binnengewässern?+
Grundsätzlich ja, doch in Deutschland ist das Binnenfunknetz technisch getrennt. Für Binnengewässer wird das ATIS-System verwendet. Moderne Notfunkgeräte sind oft mit einer Umschaltfunktion von DSC auf ATIS ausgestattet, erfordern jedoch ebenfalls eine entsprechende Lizenz und Kennzeichnung. Bei einem MOB-Notfall kann das Funkgerät zudem – gekoppelt mit einem AIS MOB-Sender oder Gurtzeug – über DSC einen Notruf mit Position aussenden und Alarme auf anderen DSC-Geräten auslösen.
Birger Scheidt

Fachlich geprüft von

Birger Scheidt

Bootsausrüstungs-Experte · Geschäftsführer NV Chart Group

Segler und Ausrüstungs-Fachmann. Bei HanseNautic verantwortet Birger Scheidt die Auswahl bootstauglicher Ausrüstung und teilt Praxiswissen aus Revier und Werft.