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Seenotsender und MOB-Systeme

PLB (Personal Locator Beacon)

Der PLB ist der persönliche Notsender für maximale Sicherheit – stets am Körper tragbar, in der Jackentasche, am Gurtzeug oder in der Rettungsweste. Ihr Notruf wird gehört, egal wo Sie sich befinden.

Kaufberatung

Für wen lohnt sich ein PLB?

Für alle, die unabhängig vom Schiff Hilfe rufen wollen – auch bei Küstenwanderungen und Expeditionen.

  • ✓Registrierung auf die eigene Person beim BSH
  • ✓Integriertes GPS für präzise Ortung
  • ✓Hohe Wasserdichtigkeit (mindestens IP67)

Marine-Fachhandel aus Norddeutschland

Große Auswahl mit fundiertem Know-how – alles für Ihr Boot aus einer Hand.

Persönliche Fachberatung

Unser Team hilft bei Auswahl, Anwendung und Kompatibilität weiter.

Schneller Versand

Versand ab eigenem Lager, zügige Lieferung an Bord oder nach Hause.

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Ihr persönlicher Notfallsender für globale Sicherheit

Im Gegensatz zum schiffsgebundenen EPIRB ist der PLB stets am Körper tragbar – in der Jackentasche, am Gurtzeug oder in der Rettungsweste. Ihre Chance auf Seenotrettung hängt damit nicht davon ab, ob Sie das Schiff im Notfall noch erreichen: Die Hilfe wird direkt zu Ihrer letzten bekannten Position entsandt.

Die Technologie basiert auf dem weltweit bewährten Cospas-Sarsat-Satelliten-System, das Ihr Notsignal über die internationale 406 MHz Frequenz an die Rettungsleitstellen übermittelt. Durch die integrierte GPS-Technologie liefern moderne PLBs extrem genaue GPS-Daten und reduzieren die Ortungszeit auf wenige Minuten.

Registrierung, Auslösung und Robustheit

Ein essenzieller Schritt nach dem Kauf ist die korrekte Registrierung des Senders auf Ihre Person und Ihre Notfallkontakte (beim BSH). Nur so kann die Rettungsleitstelle die Notlage schnell verifizieren. Die intuitive Auslösung – oft mit nur zwei Handgriffen – sorgt dafür, dass im Stress des Seenotfalls keine wertvollen Sekunden verloren gehen.

Die Geräte zeichnen sich durch Robustheit, lange Batterielaufzeit und hohe Wasserdichtigkeit aus. Sie sind damit nicht nur für Segler und Motorbootfahrer unverzichtbar, sondern auch für alle, die sich abseits der Zivilisation bewegen – etwa bei Küstenwanderungen oder Expeditionen. Wichtig ist eine freie Sicht zum Himmel für das Satellitensignal.

PLB im Vergleich zum EPIRB

KriteriumPLBpersönlichEPIRB
ZuordnungAuf die Person registriertFest dem Schiff zugeordnet
TrageweiseKlein, am Körper getragenMeist fest installiert
Batterie (Stand-by)5 bis 7 Jahre5 bis 10 Jahre
SendedauerMindestens 24 StundenMindestens 48 Stunden

Häufige Fragen zu PLB (Personal Locator Beacon)

Was ist der Hauptunterschied zwischen PLB und EPIRB?+
Der Hauptunterschied ist die Zuordnung und die Trageweise. Ein EPIRB ist dem Schiff fest zugeordnet und meist fest installiert. Ein PLB (Personal Locator Beacon) ist dem Individuum zugeordnet, deutlich kleiner, wird am Körper getragen und alarmiert die Rettungskräfte unabhängig vom Schiffsstatus. Beide nutzen die 406 MHz Frequenz für die globale Alarmierung.
Muss ich meinen PLB Notsender registrieren lassen?+
Ja, die Registrierung ist zwingend erforderlich. Ein PLB wird auf Ihre Person – und nicht auf ein Schiff – bei der national zuständigen Behörde (z. B. BSH) registriert. Nur so können im Seenotfall die Rettungskräfte Ihre Identität, Ihren Notfallkontakt und Ihre medizinischen Besonderheiten abrufen.
Wie lange hält die Batterie eines PLB im Standby und im Betrieb?+
Im Standby-Modus beträgt die Lebensdauer je nach Hersteller und Modell 5 bis 7 Jahre. Nach Ablauf muss das Gerät zum Batteriewechsel an einen zertifizierten Servicepartner gesendet oder ausgetauscht werden. Ein ausgelöster PLB muss eine ununterbrochene Sendezeit von mindestens 24 Stunden gewährleisten.
Kann ein PLB auch an Land oder beim Wandern verwendet werden?+
Ja, das ist der große Vorteil des PLB. Er ist ein universeller Notsender und funktioniert weltweit, solange eine freie Sicht zum Himmel für das Satellitensignal besteht. Dadurch eignet er sich perfekt für die Seenotrettung, aber auch für alle Outdoor-Aktivitäten abseits der Netzabdeckung.
Wie genau ist die Ortung durch einen PLB?+
Dank der integrierten GPS-Technologie (oft 48-Kanal-GPS) erreichen moderne PLBs eine Ortungsgenauigkeit von wenigen Metern. Die GPS-Daten werden mit dem Notsignal gesendet und verkürzen die Zeit bis zur Alarmierung und finalen Seenotrettung drastisch. Von der Auslösung bis zur Alarmierung der Rettungsleitstelle (MRCC) vergehen über die 406 MHz Frequenz oft nur wenige Minuten – in der Regel 5 bis 15 Minuten.
Welche Rolle spielt die Wasserdichtigkeit bei einem PLB?+
Eine hohe Wasserdichtigkeit (mindestens IP67, oft sogar höher) ist essenziell. Da das Gerät am Körper getragen wird, muss es auch nach längerem Untertauchen im Salzwasser funktionsfähig bleiben. Empfehlenswert ist zudem eine jährliche Sichtprüfung auf Risse und Korrosion; der wichtigste Termin ist das Batterieverfallsdatum (oft 5 bis 7 Jahre).
Birger Scheidt

Fachlich geprüft von

Birger Scheidt

Bootsausrüstungs-Experte · Geschäftsführer NV Chart Group

Segler und Ausrüstungs-Fachmann. Bei HanseNautic verantwortet Birger Scheidt die Auswahl bootstauglicher Ausrüstung und teilt Praxiswissen aus Revier und Werft.