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Kugelfender & Schwerlastfender

Rundfender: Maximaler Schutz für Rumpf und Bordwand

Ein Kugelfender schützt das Boot durch sein großes Volumen vor punktuellem Druck bei Manövern, an Dalben oder in Schleusen. Im Hafen dient er als Abstandshalter gegen Stege und Nachbarlieger. Welche Fendergröße Sie je nach Bootslänge kaufen sollten, können Sie hier in unserer Tabelle ersehen.

Welche(n) Kugelfender sollten Sie für Ihr Boot kaufen?

Die Wahl der passenden Kugelfender-Größe richtet sich maßgeblich nach der Bootslänge, dem Verdrängungsgewicht sowie der Freibordhöhe Ihrer Yacht. Als goldene Regel gilt: Wählen Sie den Fender im Zweifel lieber eine Nummer größer. Besonders in Gezeitenrevieren, an Dalben oder bei starkem Schwell in der Marina bietet ein großvolumiger Rundfender die entscheidenden Sicherheitsreserven.

Einsatzbereich

Bootslänge

empfohlener Kugelfender-Durchmesser

Bsp. geeigneter Modelle

zusätzliche Infos

Kleine Sportboote, Jollen & Schlauchboote bis ca. 20 Fuß / 6 m ca. 20 - 30 cm Polyform A-0, Majoni Kugelfender Gr. 1 Leichte Rundfender, die sich platzsparend an Deck verstauen lassen
Kompakte Segelboote & Daycruiser bis ca. 25 Fuß / 7,5 m ca. 30 - 40 cm Polyform A-1, Majoni Kugelfender Gr. 2 Für klassische Steganlagen und das tägliche Festmachen
Mittlere Fahrtenyachten & Motorboote bis ca. 35 Fuß / 10,5 m ca. 40 - 50 cm Polyform A-2, Polyform A-3, Plastimo Rundfender Standby-Fender beim Einlaufen in fremde Boxen oder beim Schleusen
Große Segelyachten & schwere Motorboote bis ca. 50 Fuß / 15 m ca. 55 - 70 cm Polyform A-4, Polyform A-5 Heavy-Duty-Kugelfender mit hoher Wandstärke
Megayachten & gewerbliche Schifffahrt ab 50 Fuß / über 15 m ca. 70 - 100+ cm Polyform A-6, Polyform A-7 Großvolumige Fender für extreme Belastungen

Tipp für die Praxis: Auch wenn Sie primär Langfender nutzen, gehört mindestens ein einsatzbereiter Kugelfender als „Standby-Fender“ in jede Backskiste, um bei missglückten Anlegemanövern Crew und Material schnell zu schützen.

FAQ - Die häufigsten Fragen zu Kugelfendern an Bord

Kugelfender spielen ihre Stärken aus, wenn viel Abstand zum Steg, zu Dalben oder zu anderen Schiffen (beim Päckchenliegen) benötigt wird. Durch ihre Form rollen sie bei Vor- und Zurückbewegungen des Bootes perfekt mit statt wegzurutschen. Sie eignen sich hervorragend für das Abfangen von extremem Druck beim Schleusen oder bei starkem Seitenwind im Hafen, da sie punktuell deutlich mehr Volumen entgegensetzen können als ein zylindrischer Langfender.
Ein Kugelfender sollte stabil sein, sich aber unter starkem Druck noch leicht mit dem Daumen eindrücken lassen (ca. 0,15 bis 0,2 bar). Ist der Fender zu prall aufgepumpt, verliert er seine stoßdämpfende Wirkung und neigt dazu, unkontrolliert wegzuspringen. Außerdem erhöht ein zu hoher Innendruck das Risiko, dass das Ventil beschädigt wird oder der Fender bei starker Sonneneinstrahlung platzt.
Als Standard-Ausrüstung für das klassische Liegen im Hafen empfiehlt sich meist eine Kombination aus vier Langfendern für die Bordwand und mindestens einem bis zwei Kugelfendern. Die Kugelfender werden strategisch am breitesten Punkt des Schiffes oder im stark gerundeten Heckbereich platziert. Wer häufig schleust oder in Häfen mit ungeschützten Dalben liegt, profitiert von zwei fest platzierten Kugelfendern.