AIS

Mehr Sicherheit auf dem Wasser mit AIS

In der Berufsschifffahrt ist das Automatische Identifikationssystem größtenteils verpflichtend - doch auch bei Sportbootfahrern findet es seit einigen Jahren immer mehr Verwendung. Primär dient es der Kollisionsverhütung auf See. Aber wie funktionieren AIS-Transponder, -Receiver und -Empfänger und was benötigen Sie dazu? Wir haben Ihnen die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

Ankerlampe

AIS: Automatic Identification System

  • Wer ist ausrüstungspflichtig?
    Im Seeverkehr alle Berufsschiffe über (international) 300 BRZ und (national) 500 BRZ. Außerdem Schiffe >20 m und mit mehr als 50 Passagieren. Für die Binnenschifffahrt gelten individuelle Regeln.
    Für die Sportschifffahrt ist AIS gesetzlich nicht vorgeschrieben.
  • Welche AIS-Geräte gibt es?
    • AIS-Receiver zum reinen Empfang von AIS-Signalen
    • AIS-Transponder (empfangen und senden AIS-Signale)
    • AIS-Sender (Notfunkbaken)
    Zusätzlich unterschieden wird nach Geräten der Klasse A und B. Klasse-A-Transponder haben eine Sendeleistung bis 12,5 W und arbeiten mit SODTMA-Technologie. Die Berufsschifffahrt nutzt Klasse-A-Geräte. Klasse B sendet mit etwa 2 W und wird in der Sportschifffahrt verwendet. Diese Geräten arbeiten meist mit CSTDMA-Technologie.
  • Wie funktioniert AIS?
    Das Automatische Identifikationssystem läuft über UKW-Seefunk. Auf den Kanälen AIS 1 (161,975 MHz) und AIS 2 (162,025 MHz) werden die Daten zur globalen Nutzung in Telegramme codiert versendet. Die vom Empfänger verwendete Software decodiert die Daten und stellt sie als Text- oder Bildinformation z.B. in der elektronischen Seekarte auf dem Kartenplotter dar.
AIS im Überblick: Notfunkbaken (links) sind reine AIS-Sender. Das Schiff in der Mitte verfügt über einen Transponder und kann AIS senden und empfangen. Das Schiff rechts empfängt nur AIS-Signale (Receiver).

SODTMA vs CSTDMA

SODTMA (Self-Organized Time-Division Multiple Access) funktioniert über eine feste Slot-Reservierung zur Übertragung der Daten. Das Verfahren war lange der Berufsschifffahrt vorbehalten, hält nun jedoch auch in der Sportschifffahrt Einzug. Je nach Geschwindigkeit des Bootes wird auch die Übertragungsfrequenz verringert oder erhöht.

CSTDMA (Carrier Sense Time-Division Multiple Access) wird überwiegend in der Sportschifffahrt verwendet. Die Übertragung der AIS-Daten erfolgt in einer festen 30-Sekunden-Taktung. Zukünftige Slots zum Senden der Telegramme werden nicht reserviert. Da Klasse-B-Transponder mit CSTDMA-Technologie unter dem SODTMA-Verfahren priorisiert sind, kann es vorkommen, dass in hochfrequentierten Revieren die Aktualisierung der AIS-Daten sehr verzögert erfolgt.

Neu: Klasse-B-Transponder mit SODTMA-Technologie

Leistungsstärker und schneller: Hersteller wie Digital Yacht bieten jetzt auch für die Sportschifffahrt Transponder mit SODTMA-Technologie an.
Der Vorteil dieses Verfahrens: Ein Zeitslot zum Senden der Informationen ist gesichert, dadurch werden AIS-Signale häufiger aktualisiert. Durch die erhöhte Leistung von bis zu 5W verfügen diese Klasse-B-Transponder außerdem über eine größere Reichweite.

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